Speed-Dating beim Job-Turbo: Gemeinsame Aktion von AWO und Jobcenter in der Kita Lennetal

02.05.2024

Speed-Dating beim Job-Turbo: Gemeinsame Aktion von AWO und Jobcenter in der Kita Lennetal – Werbung um Quereinsteiger*innen im Berufsfeld Kindertagesbetreuung
Mit dem Programm „Job-Turbo“ fördert die Bundesregierung die Integration geflüchteter Menschen in den Arbeitsmarkt. Bei der „Turbo-Woche“ vom 22. bis zum 27. gab es über 500 Messen, Börsen, Speeddatings und andere Veranstaltungen – mit dem Ziel, dass sich Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber und die jobsuchenden geflüchteten Menschen gegenseitig besser kennenlernen. Mit dabei war der AWO- Unterbezirk Hagen – Märkischer Kreis
Zentraler Fokus aller Veranstaltungen des Job-Turbos ist es, sich gegenseitig persönlich kennen zu lernen. „Wir möchten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ermutigen, geflüchtete Frauen und Männern die Möglichkeit zu bieten, beruflich den Anschluss zu finden“ erläutert Rosemarie Wrede vom Job-Turbo Team beim Jobcenter Hagen. Deshalb lud sie 15 Kund*innen aus der Ukraine ein, sich bei der AWO im Schnellverfahren vorzustellen. Bei dem Sozialverband mit seinem breiten Portfolio an sozialen und pflegerischen Tätigkeiten stieß sie damit auf offene Türen – hier gibt es Einstiegsmöglichkeiten für Fachkräfte in Kitas ebenso wie für Hilfskräfte im Bereich Hauswirtschaft. Für ein Dutzend der Geflüchteten endete das Speed-Dating mit einer Praktikumszusage, einer Probearbeitsstelle oder einem nächsten Vorstellungstermin. Das Stichwort für den Erfolg lautet: berufsbegleitend. Parallel zur Arbeitsaufnahme kann eine fehlende berufliche Qualifikation oder die Anerkennung von Diplomen in kurzer Zeit nachgeholt werden, in einem Praktikum können Sprachkenntnisse wachsen.
„Man muss nicht perfekt Deutsch sprechen, um den Einstieg in den Beruf zu schaffen“ erklärt Tina Reers, Fachleiterin bei der AWO. Integration müsse nicht daran scheitern, dass ein bestimmtes Sprachniveau noch nicht erreicht ist, bei der Arbeit aber lerne man "im direkten Kontakt“. Und weiter: „Bei der AWO sehen wir Mehrsprachigkeit als Gewinn, sie ist eine Ressource". Kinder könnten mühelos mehrere Sprachen gleichzeitig lernen und früh auseinanderhalten – „aber wir in Deutschland sind ja noch Monolinguisten“. Es sei üblich, den Alltag in nur einer, der deutschen Sprache, zu bestreiten. International betrachtet sind wir mit dieser Einsprachigkeit in der Minderheit“ – in den Kitas sei Zwei- und Mehrsprachigkeit inzwischen aber die Regel und Türkisch, Russisch, Arabisch, Polnisch und Rumänisch häufige Herkunftssprachen. In der Kita Lennetal besucht sogar einmal die Woche eine englischsprechende Pädagogin die Kinder.
Der Ort des Bewerber*innen-Speed-Datings in einer Kita im Hagener Norden war nicht zufällig gewählt: Denn der Bedarf an Erzieher*innen in Kindertageseinrichtungen ist groß und wächst weiter – bis zum Jahr 2030 fehlen voraussichtlich bis zu 230.000 Fachkräfte bundesweit. Die AWO nimmt diese Herausforderung ernst und entwickelt diverse Formate der Praxisanleitung, Aus- und Weiterbildung für Quereinsteiger*innen. „Motivierte Menschen, die Spaß an der Arbeit mit Kindern aber auch an der pädagogischen Ausbildung haben, können unsere vielfältigen Teams ergänzen. Wir brauchen viel mehr davon“ warb Tina Reers.

Foto: Rosemarie Wrede vom Hagener Jobcenter (li.) und AWO-Fachleiterin Tina Reers (re.) beim „Job-Turbo-Speed-Dating“ mit Olena Bahlai aus der Ukraine

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